Zwischen Trauer und kleinen Hoffnungsschimmern
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Zwischen Trauer und kleinen Hoffnungsschimmern

Ein persönlicher Bericht über den Umgang mit Trauer nach dem Verlust eines geliebten Hundes und positive Entwicklungen bei einer Behandlung.

Zwischen Trauer und kleinen Hoffnungsschimmern 8. Juni 2024

Alles, was ich tue, ist überschattet von der Leere, die durch Ebbis Tod entstanden ist. Es ist, als würde sich ein Schleier über den Alltag legen, der alles gedämpft und schwermütig erscheinen lässt.

Die schmerzhafte Erinnerung an das Fehlen

Ich kann nicht mehr mit dem Fahrrad am Hundewald vorbeifahren, ohne sie dort rennen zu sehen. In meiner Vorstellung springt sie immer noch über die Wiese, und für einen kurzen Moment vergesse ich, dass sie nicht mehr da ist.

Es fehlt mir, sie zu füttern und dabei Unsinn mit ihr zu machen. Diese kleinen, alltäglichen Rituale, die man für selbstverständlich hält, bis sie plötzlich nicht mehr da sind. Es fehlt mir, wenn ich von der Schule abends nach Hause komme, ihre Freude zu sehen und ihr Klopfen zu hören, wenn sie mit ihrem Schwanz auf dem Boden oder das Kissen trommelt. Sie fehlt mir so sehr, dass ich es kaum in Worte fassen kann.

Wenn Katzen trösten

Trotzdem muss das Leben irgendwie weitergehen. Es ist ruhiger geworden, denn es gibt keinen Streit mehr zwischen Hund und Katzen. Die Katzen sind auch irgendwie anhänglicher geworden, als wollten sie uns trösten, oder als wollten sie uns sagen, dass Ebbi ihnen auch sehr fehlt. Die drei Katzen hatten ihr Leben lang ja auch immer Hunde um sich herum gehabt.

Ich möchte eigentlich kein Tier mehr mein Herz schenken, weil ich es nicht mehr aushalte, diesen Schmerz zu haben, wenn so etwas passiert.

Endlich Antworten für meinen Ellenbogen

Anderes Thema: Gestern waren wir in Farø. Dort hatte ich den Termin beim Spezialisten bezüglich meines Ellenbogens. Es sind zwar fast 200 Kilometer von uns entfernt, aber ich hatte endlich mal einen Arzt, der sich der Sache angenommen und mir erklärt hat, was ich habe beziehungsweise was mir fehlt.

Zunächst einmal fehlen mir die Bänder in meinem linken Ellenbogen, und die werden vermutlich auch nicht mehr kommen. So genau kann man das nicht sagen - manchmal regeneriert sich da wieder etwas, aber nach einer solch langen Zeit vermutlich eher nicht.

Nun ist es wichtig, dass ich den Ellenbogen wieder nutzbar mache, indem man mir Physiotherapie verschreibt, was freundlicherweise von der Kommune bezahlt wird, und zwar so lange, wie es eben dauert.

Operieren kann und will man da jetzt nichts. Man muss erst einmal schauen, wie es wird, wenn ich durch Krafttraining und Muskelaufbau wieder irgendwie den Arm nutzen kann.

Ich werde auch innerhalb der nächsten fünf Tage eine Nachricht bekommen von einem Therapeuten aus Aalborg, der ja nur 80 Kilometer von mir entfernt ist. Er wird sich meines Ellenbogens annehmen, und dann werden wir weitersehen.

## Kleine Freuden auf dem Weg

Auf dem Heimweg haben Michael und ich noch Aalborg besucht und im Street Food richtig lecker gegessen.

Aber das schönste Erlebnis war, als wir an der blauen Quelle waren. Das haben wir auf dem Hinweg gemacht, deswegen sind wir extra eine Stunde früher losgefahren. Die blaue Quelle ist in der Nähe von Arden und ist ein Naturphänomen. Das Wasser der Quelle erscheint azurblau. Es war wirklich richtig toll.

Trotzdem ist ohne unsere Ebbi alles nur halb so schön. Selbst die schönsten Momente tragen diesen Schatten der Trauer mit sich. Aber vielleicht ist das auch in Ordnung - vielleicht gehört diese Trauer dazu, weil sie zeigt, wie tief die Liebe war.

Vielleicht gehört diese Trauer dazu, weil sie zeigt, wie tief die Liebe war.

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Christine Rentschler Skagen Tourguide · Autorin · Abenteurerin

Ich schreibe von meinem neuen Leben am nördlichsten Zipfel Dänemarks.