Outing: Ich bin jetzt Skagenlachsitarierin ;-)
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Outing: Ich bin jetzt Skagenlachsitarierin ;-)

Eine neue Leidenschaft für Skagenlachs: Wie ich als Tourguide die lokale Lachsfabrik entdeckt habe und jetzt kreativ mit dem frischen Fisch koche.

Outing: Ich bin jetzt Skagenlachsitarierin ;-) 25.02.2026

Wir essen wenig Fleisch. Obwohl das Fleisch hier oben in Dänemark eigentlich wirklich sehr lecker ist und wir einen wunderbaren Schlachter hier im Ort haben. Aber es hat sich so ergeben, dass wir uns oft vegetarisch oder fischreich ernähren.

Ich glaube, ich hatte es bereits im Dezember einmal erwähnt, dass wir hier in Skagen eine Lachsfabrik haben, die tatsächlich ganz herausragend ist. Sie wird mit Meerwasser, welches gefiltert ist, versorgt und die Lachse durchlaufen dort die kompletten Stadien. Sie werden als Eier aus Island zu uns gebracht, in dieser Fabrik befruchtet und in den nächsten Wochen leben sie vom Dottersack. Danach werden sie in entsprechende Becken eingesetzt und durchlaufen mehrere Stadien. Im Alter von etwa zwei Jahren und vier Kilo sind sie schlachtreif. Auch das wird dort durchgeführt.

Im letzten Jahr wurden wir Skagener Tourguides gefragt, ob wir bereit wären, in dieser Lachsfabrik Führungen anzubieten. Zunächst war ich etwas befremdet, aber ich habe es mir dann angeschaut und habe ja gesagt. Ja, weil mich das Konzept überzeugt hat. Denn die Wärme, die dort erzeugt wird, wird wiederum weitergegeben und ins Fernwärmenetz eingespeist. Dieser Kreislauf ist sehr spannend und ich werde in einem anderen Blogbeitrag darüber berichten. Aber es ist wirklich faszinierend und tatsächlich anspruchsvoller, als man denkt. Ich habe mich also dafür entschieden.

Am Montag also hatten wir dort Lehrgang und das war ein wirklich interessanter und spannender Nachmittag. Wir kamen in den Genuss, frischen Lachs zu kaufen, und heute habe ich zunächst einmal Tagliatelle mit Lachs und frischem Spinat im Backofen gemacht. Während das leckere Mittagessen so vor sich hin geschmurgelt hat, habe ich Sushi für ganz schnelle hergestellt. Diesen wunderbaren festen Lachs kurz in Zitrone, Knoblauch und Olivenöl gebadet und dann mit Avocado auf Noriblättern und Sushireis geschichtet. Das wird dann das Mittagessen für morgen sein.

Und für Freitag ist immer noch ein schönes Stück da, eigentlich das schönste Stück, und da habe ich mir vorgenommen, einen Backofenlachs zu garen. Eine Handvoll Salat dazu und ein schönes Stück Dinkelbrot. Dinkelbrot habe ich nämlich heute auch noch zwischendurch gebacken.

Das hat sich so angeboten, denn gestern war ein sehr intensiver Tag in Skagen mit den neuen und auch einigen alten Tourguides. Wir haben uns zu einer kleinen Walking Tour getroffen, waren im Museum und am späten Nachmittag bis in den Abend hinein hatten wir dann eine kleine Unterrichtseinheit über die Künstler. Es war sehr interessant, es war spannend, ich habe sogar Neues dazu gelernt und es hat mir richtig Spaß gemacht. Aber ich war dann gestern auch zehn Stunden unterwegs.

Und heute konnte ich es etwas gemütlicher angehen lassen. Ein bisschen Fitnessstudio, ein bisschen backen, ein bisschen kochen, ein bisschen vorbereiten und wenn mein Mann nachher noch ein bisschen Zeit hat, dann werden wir noch ein paar Lieder üben, die letzte Woche im Chor gelernt wurden, da habe ich ja gefehlt. Ich war ja in Deutschland unterwegs. Und dann werden wir uns auch schon auf den Weg in den Chor machen.

Ich freue mich riesig darauf. Es ist ein schönes Gefühl, hier zu sein, dabei zu sein und vor allen Dingen wird es heute Abend nach dem Chor dann mit allen Kollegen und neuen Freunden richtig hygge werden.

Denn die Wärme, die dort erzeugt wird, wird wiederum weitergegeben und ins Fernwärmenetz eingespeist. Dieser Kreislauf ist sehr spannend.

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Christine Rentschler Skagen Tourguide · Autorin · Abenteurerin

Ich schreibe von meinem neuen Leben am nördlichsten Zipfel Dänemarks.