Ein magischer Sankt Hans Aften 24. Juni 2024
Gestern um 15:00 Uhr war es endlich soweit. Nach der langen, beschwerlichen Reise standen Peter, Susanne und der liebe Onkel Eugen vor unserer Tür. Die Vorfreude der letzten Wochen verwandelte sich in pure Freude, als wir uns endlich wieder in die Arme schließen konnten.
Erste gemeinsame Schritte
Nach einem kleinen Imbiss machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Sankt Hans Aften hier im Ort. Der Spaziergang war nicht weit, aber für Onkel Eugen nach der anstrengenden Fahrt eine willkommene Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten. Sie waren bereits gestern in Hamburg gewesen und hatten dort einige Erlebnisse gesammelt, bevor sie heute Morgen nach dem Frühstück die letzte Etappe zu uns angetreten hatten. Auch diese Strecke war noch einmal beachtlich, aber sie hatten es geschafft.
Ein Fest voller Wärme und Tradition
Das Fest übertraf all unsere Erwartungen. Der örtliche Schlachter hatte ein köstliches Mahl vorbereitet, für das ich bereits im Vorfeld Essensmarken besorgt hatte. Wir wurden wahrhaft fürstlich bewirtet und genossen jeden Bissen in der geselligen Runde.
Als sich die Dämmerung näherte, versammelten wir uns alle um das große Mittsommerfeuer. Gemeinsam stimmten wir das traditionelle Lied von Holger Drachmann an - "Vi elsker vort land" - das überall in Dänemark am Sankt Hans Aften erklingt. In diesem Moment spürte ich eine tiefe Verbundenheit zu diesem Land und seinen Menschen. Es war unglaublich berührend, Teil dieser jahrhundertealten Tradition zu sein.
Die Magie des Sommerabends
Der Abend hüllte uns in seine milde Wärme ein. Vogelstimmen begleiteten uns, während die Sonne langsam dem Horizont entgegensank. Weit und breit war nichts zu sehen, was die friedliche Stimmung hätte stören können. Diese Atmosphäre der Gemeinschaft und Geborgenheit machte den Abend zu etwas ganz Besonderem.
Ein unerwarteter Glücksmoment
Spontan entschied ich mich, für jeden von uns ein Los zu kaufen. Obwohl es viele Lose gab, konnte nur einer gewinnen. Meine Kenntnisse der dänischen Zahlen sind noch nicht perfekt - sie zu lernen ist wirklich eine Herausforderung. Doch als die Nummer 73 aufgerufen wurde, verstand ich sofort, was gesagt worden war.
Zunächst wollte ich es nicht glauben. Zweimal fragte ich nach, suchte bei Michael Bestätigung, dass ich richtig gehört hatte. Erst dann wagte ich einen Blick auf mein Los. Tatsächlich - die 73 stand dort geschrieben! Ich hatte gewonnen!
Das Gewinnpaket war eine wahre Schatztruhe: zwei Flaschen Wein, eine Flasche Sekt, Schokolade, feine Wurstwaren und selbstgemachte Köstlichkeiten. Es war so schwer, dass wir es abwechselnd tragen mussten. Der Stolz und die Freude über diesen unerwarteten Glücksmoment krönten einen ohnehin schon perfekten Abend.
Was für ein wundervoller Auftakt für den Besuch unserer Lieben - Sankt Hans Aften mit all seiner Magie und dem Gefühl, wirklich zu Hause angekommen zu sein.