Auf der Suche nach Erleichterung
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Auf der Suche nach Erleichterung

Eine Woche voller Höhen und Tiefen: Zahnschmerzen führen zu einer Fahrt nach Deutschland, während neue Erlebnisse in Dänemark Kraft geben.

Auf der Suche nach Erleichterung 6. April 2025

Diese Woche begann alles andere als leicht.

Am Montag sind Michael und ich nach Schleswig gefahren – 400 Kilometer einfache Strecke. Das macht man nicht mal eben so. Aber mein Zahnschmerz wurde immer schlimmer, und ich wusste mir einfach keinen Rat mehr.

In Dänemark habe ich bisher keinen Zahnarzt gefunden, der mir wirklich helfen konnte. Termine sind schwer zu bekommen, die Unsicherheit ist groß, und so blieb nur der Weg zurück nach Deutschland.

Der Zahnarzt in Schleswig hat die Krone geöffnet und eine medizinische Füllung eingesetzt – in der Hoffnung, damit Linderung zu schaffen.

Doch statt besser wurde es schlimmer. Der Schmerz ist intensiver denn je, und im Moment bleibt mir nur, abzuwarten, wie es weitergeht. Ich bin müde von den Schmerzen, genervt vom Hin und Her, und das Ganze kostet mich nicht nur Kraft, sondern auch Zeit, die ich eigentlich für anderes brauche.

Hinzu kommt, dass gerade in dieser Phase so viel los ist: Schule, Ausbildung, neue Aufgaben, neue Menschen – und ich möchte allem gerecht werden. Aber mit diesen Zahnschmerzen ist das wie ein ständiger Schatten im Alltag.

Trotzdem bin ich dankbar, dass Michael so geduldig und liebevoll an meiner Seite ist. Ohne ihn hätte ich diese Fahrt gar nicht geschafft.

Am Donnerstag hatten wir dann wieder eine Veranstaltung in Skagen – dieses Mal etwas ganz Besonderes: Wir waren in einer Firma und haben dort gelernt, wie man Seile miteinander verflechtet. Es ging darum, Netze zu bauen – ein uraltes Handwerk, das mich wirklich beeindruckt hat. Es war schön, das einmal live zu sehen und mit den Händen zu begreifen, wie viel Wissen und Geschick darin steckt.

Anschließend waren wir noch gemeinsam Kaffee trinken – und es war einfach eine richtig schöne Zeit mit den anderen Guides.

Und am Freitag waren Michael und ich wieder im Pflegeheim und haben gesungen. Diese kleinen Konzerte sind uns mittlerweile sehr ans Herz gewachsen – sie schenken nicht nur den Menschen dort etwas, sondern auch uns.

Die Wochen sind voll, ja. Es ist immer etwas los. Aber es fühlt sich nicht stressig an – eher wie ein Fluss, in dem jeder Tag etwas mit sich bringt. Und ich bin dankbar, dass ich mittendrin bin.

Mit diesen Zahnschmerzen ist das wie ein ständiger Schatten im Alltag.

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Christine Rentschler Skagen Tourguide · Autorin · Abenteurerin

Ich schreibe von meinem neuen Leben am nördlichsten Zipfel Dänemarks.