Wieder in der alten Heimat
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Wieder in der alten Heimat

Nach einiger Zeit kehrt die Autorin mit ihrem Mann nach Deutschland zurück. Ein Tag voller Erinnerungen, Besorgungen und Wiedersehen mit lieben Menschen.

Wieder in der alten Heimat 24. Juli 2022

Es ist einige Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal geschrieben habe – die Tage waren einfach prall gefüllt. Vieles musste organisiert werden, bevor wir nach Deutschland reisen konnten. Besonders wichtig war uns, dass unsere Katzen während unserer Abwesenheit gut versorgt sind. Zum Glück hat alles geklappt, und wir konnten uns auf den Weg machen.

Die Reise selbst musste gut geplant sein, denn in Deutschland standen einige Dinge an, die wir unbedingt erledigen wollten. An erster Stelle: Michaels Auto. Unser treuer Hyundai sollte endgültig zurückgegeben werden. Ein letztes Mal ist er mit uns die rund 1100 Kilometer bis in die alte Heimat gefahren – eine lange Strecke, die uns dennoch irgendwie vertraut war.

Am Sonntagabend kamen wir an und wurden bei Susanne direkt mit einem fürstlichen Abendessen verwöhnt – wie schön es ist, so empfangen zu werden! Am nächsten Morgen ging es früh los: Der Hyundai wurde ins Autohaus gebracht, wo alle Formalitäten zügig abgewickelt wurden. Man bot uns sogar an, uns zurückzufahren – doch wir entschieden uns bewusst dagegen. Stattdessen wollten wir den Rückweg zu Fuß antreten.

Dieser Weg ist für uns mehr als nur ein Spaziergang – er ist voller Erinnerungen. Früher sind wir ihn oft gelaufen, zusammen mit Maya, mit Ebbi und ich selbst noch viel früher mit Monti. Es war schön, ihn wieder zu gehen, Schritt für Schritt durch die vertraute Landschaft unserer Vergangenheit.

Danach machten wir einen kurzen Halt bei Lidl, kauften etwas zu trinken und ein paar Kleinigkeiten ein. Am Friedhof hielten wir inne, besuchten die Gräber, gossen die Blumen – ein stiller Moment des Gedenkens. Danach ging es weiter zum Haus von Michaels Eltern, wo wir eine kleine Brotzeit einnahmen und bereits mit den ersten Aufräumarbeiten begannen.

Während Michael sich intensiv damit beschäftigte, das Haus umzukrempeln – mit viel Einsatz und Tatendrang – machte ich mich auf den Weg zu Anke und Thomas. Dort durfte ich mir netterweise das Auto der Tochter ausleihen, da wir für die nächsten Tage mobil sein wollten.

Abends trafen wir uns dann mit Christoph und Yin – ein schönes Wiedersehen in einem köstlichen vietnamesischen Restaurant, das definitiv ein kulinarisches Highlight war. Und als wäre der Tag nicht schon rund genug gewesen, trafen wir dort sogar Johanna, der das Auto gehörte, das wir ausgeliehen hatten. Sie war mit dem Fahrrad gekommen und nahm es mit einem Lächeln, dass wir "ihr" Auto gerade nutzten.

So war dieser erste Tag in Deutschland reich an Erinnerungen, Begegnungen und Aufgaben – aber auch erfüllt von Dankbarkeit, dass so vieles möglich ist, wenn man Menschen hat, auf die man zählen kann.

So war dieser erste Tag in Deutschland reich an Erinnerungen, Begegnungen und Aufgaben - aber auch erfüllt von Dankbarkeit, dass so vieles möglich ist, wenn man Menschen hat, auf die man zählen kann.

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Christine Rentschler Skagen Tourguide · Autorin · Abenteurerin

Ich schreibe von meinem neuen Leben am nördlichsten Zipfel Dänemarks.