Liebgewonnenes von daheim: Besuch auf dänischem Boden
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Liebgewonnenes von daheim: Besuch auf dänischem Boden

Die Autorin erwartet Besuch aus Deutschland und bereitet sich nervös auf die Ankunft vor. Sie reflektiert über ihre ersten Wochen in Dänemark, neue Freundschaften und das Gefühl, langsam anzukommen, während sie gleichzeitig ihre alte Heimat vermisst.

Liebgewonnenes von daheim: Besuch auf dänischem Boden 2. April 2024

Da sitze ich also ganz aufgeregt und warte, dass Peter und Susanne eintreffen. Wir hatten schon ein paarmal Kontakt heute, und sie sind etwas verspätet erst um 6:00 Uhr morgens losgefahren. Es wird also noch einige Stunden dauern, bis sie hier sind. Die Vorfreude lässt mein Herz schneller schlagen, und ich kann kaum stillsitzen.

Für ihre Ankunft habe ich alles vorbereitet: Es wird Fisch und Kartoffelsalat geben, und als krönenden Abschluss eine wunderbar leckere Süßspeise, echt dänisch – eine Zitronenfromage. Die ist hier ganz landestypisch, und wir hatten sie auch, als wir vor zehn Tagen bei Gitte und Carsten eingeladen waren, ebenfalls als Dessert. Ich hoffe, den beiden wird diese kleine Kostprobe dänischer Kultur schmecken.

Die Einladung bei Gitte und Carsten war übrigens wunderbar. Es hat so großen Spaß gemacht, dort zu sein. Wir wurden so herzlich aufgenommen und liebevoll behandelt. Es war wirklich ein besonderer Abend. Ich fühlte mich sehr angenommen und willkommen. Das sind also unsere ersten dänischen Freunde, und ich bin so dankbar für diese Verbindung.

Trotzdem vermisse ich mein altes Leben in Deutschland. Natürlich. Diese Sehnsucht bleibt, auch wenn sich langsam neue Verbindungen bilden. Es war so toll gewesen, mit Gitte und Carsten zu erzählen und zu essen und einfach ein bisschen mehr über das Land, die Leute und die Kultur zu erfahren. Diese persönlichen Einblicke helfen mir, mich hier heimischer zu fühlen.

Dann war noch Ostern, und wir waren am Ostersonntag, also vorgestern, in Strandby in der Kirche. Es war auch toll und erhebend. Carsten singt ja dort im Chor, und er hat eine ganz ausgezeichnete Stimme, die den Raum erfüllte. Es war ein schöner und erhebender Moment, der mich berührt hat.

Und natürlich ist es wunderbar, wenn man in die Kirche kommt und jemanden kennt, der einem zuwinkt. Man fühlt sich dann doch schon ein bisschen dazugehörig, nicht mehr ganz so fremd in der neuen Umgebung. Solche kleinen Gesten bedeuten so viel, wenn man neu in einem Land ist.

Aber nun gebe ich mich ganz dem Gefühl hin, dass Peter und Susanne bald da sein werden und meine Sehnsucht nach zu Hause und Heimat ein bisschen stillen werden. Sie bringen ein Stück Deutschland mit, ein Stück Vertrautheit, ein Stück meines alten Lebens. Diese Brücke zwischen den beiden Welten ist so wertvoll für mich in dieser Zeit des Übergangs und des Ankommens.

Der Tisch ist gedeckt, die Zitronenfromage kühlt im Kühlschrank, und mein Herz ist voller Vorfreude. Nur noch ein paar Stunden, dann kann ich endlich alte Freunde in meinem neuen Zuhause willkommen heißen.

Diese Brücke zwischen den beiden Welten ist so wertvoll für mich in dieser Zeit des Übergangs und des Ankommens.

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Christine Rentschler Skagen Tourguide · Autorin · Abenteurerin

Ich schreibe von meinem neuen Leben am nördlichsten Zipfel Dänemarks.