Eine Woche voller Herausforderungen und Überraschungen 7. Januar 2024
Was war das wieder für eine Woche gewesen!
Es hat alles geklappt, aber es hat mich Nerven gekostet. Wenn ich nicht so viel Schokolade gegen den Stress angegegessen hätte, hätte ich tatsächlich diese Woche drei Kilo abgenommen...
Am 2. Januar haben wir morgens früh um 8:00 Uhr den Transporter abgeholt und um 9:00 Uhr war dann schon eine Firma da, die den Flügel fachmännisch abgebaut und in den Transporter eingeladen hat.
Dann hat die Nachbarschaft wieder wunderbar mitgeholfen und wir haben alles, was im Dezember nicht transportiert wurde, in den Transporter gepackt. Michael und Peter sind am 3. Januar losgefahren und - oh mein Gott - in einen schlimmen Schneesturm geraten!
In Dänemark war die E45 zum Teil die ganze Nacht gesperrt. Unsere Dänisch-Lehrerin, die zu diesem Zeitpunkt bei ihrer Familie in Dänemark war, rief mich besorgt an und hatte mich gewarnt. Sie bat mich inständig, Michael und Peter zu sagen, dass sie unter keinen Umständen an diesem Tag nach Dänemark fahren sollten. Die Wettersituation war wirklich kritisch gewesen.
Aber leider war es zu spät. Die beiden waren ja schon unterwegs und bereits über Hamburg hinaus. Sie wollten auch kein Hotelzimmer nehmen und die Nacht abwarten. So sind sie die ganze Nacht über gefahren und waren sage und schreibe 17 Stunden unterwegs, bis sie dann bei Nacht und Nebel und Eis und Schnee endlich wohlbehalten angekommen sind.
Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt! Ich saß die ganze Nacht am Computer und habe diesen kleinen Punkt auf der Karte beobachtet, der sich tapfer durch die verschneite Landschaft gekämpft hat. Und ich war unbeschreiblich glücklich, dass sich dieser kleine Punkt bewegte. Solange er sich bewegte, wusste ich, dass alles in Ordnung ist.
Am nächsten Tag konnte ich dann von Deutschland aus über Facebook einen Helfer organisieren, der Michael und Peter beim Abladen des Flügels unterstützt hat. Was für ein Glück!
Michael war nach dieser Odyssee verständlicherweise erschöpft und hätte gerne ein paar Tage ausgespannt. Er wollte Peter sogar überreden, dass sie das Wochenende gemeinsam in Dänemark verbringen. Peter wusste aber von der geplanten Überraschungsparty und hat mit ziemlich fadenscheinigen Gründen Michael dazu bewegt, mit ihm zurück nach Deutschland zu fahren.
Die beiden kamen Freitagabend spät wieder an, und Samstagfrüh habe ich mit Michael den Transporter zurückgebracht. Dann habe ich ihm erzählt, wir würden abends Pizza essen gehen.
Ganz geheuer war ihm meine Geschichte nicht, und als er dann im Eiscafé ankam, wo Christoph alle versammelt hatte, gab es ein riesiges Hallo! Alle Freunde und Kollegen waren gekommen, und es wurde eine fantastisch tolle Party - mit einem lachenden und natürlich auch einem weinenden Auge. Es war wirklich ein wunderschönes Event und es tat gut, auf diese Art und Weise Abschied nehmen zu können.
Es ist ja nicht mehr lange, bis wir endgültig gehen. Einmal noch fahren und den kleinen blauen Flitzer hinbringen, dann noch einmal zurück - und dann heißt es wirklich Abschied nehmen.